Die Kraterinsel Samosir ist hält viele Abenteuer für dich bereit! Neben viel einheimischer Kultur und sehenswerten Naturschönheiten kannst du dich hier sehr gut mit anderen Reisenden vernetzen und gemeinsam die Insel erkunden. Auch ungewöhnliche Attraktionen, wie „Magic Mushrooms“ werden hier beworben. Auf den quirligen Märkten werden nicht nur Früchte und verschiedenste Waren angeboten – sondern auch Hundefleisch. Wie ich den Abschnitt der Reise auf der Kraterinsel Samosir erlebt habe, erfährst du in diesem Eintrag.

Ankunft auf der Kraterinsel Samosir

Die Vulkankraterinsel Samosir erstreckt sich über eine Länge von etwa 40 km und eine Breite von 20 km mitten im Toba-See. Sie ist das Überbleibsel eines gewaltigen Vulkanausbruchs in grauer Vorzeit und die weltweit größte Insel in einem See auf einer Insel. Die Hauptroute für den Fährverkehr über den Toba-See ist von Parapat nach Tuktuk. Auf genau dieser Route kam ich nach Samosir.

Blick auf die Halbinsel Tuktuk auf der Kraterinsel Samosir

Tuktuk ist eine Ortschaft auf einer kleinen Landzunge, die sich pilzförmig von der Insel Samosir in den Toba-See hinein erstreckt. 

Die Fähre bewegte sich gemütlich über den Toba-See in Richtung der ersten Anlegestelle auf Tuktuk. In der Zwischenzeit hatte ich einen anderen Reisenden kennengelernt (ich nenne ihn Andy), der bereits seit drei Jahren auf Weltreise war. Er berichtete mir davon, dass er früher bei einer belgischen Telefongesellschaft in wenigen Jahren Karriere gemacht hatte. Nach einer Sinnkrise (mit immerhin nicht mal 30 Jahren), brach er die Zelte in Belgien ab, verkaufte alles was er besaß und ging in die Welt hinaus. Seitdem reiste er hauptsächlich in Südostasien und arbeitete für wenige Monate im Jahr in Australien, wenn er Geld brauchte. Ich erwähne Andy an dieser Stelle, weil er für die „Unglaubliche Reise unserer Jacken“ später im Blog eine Rolle spielen wird.

Würdest du deine Heimat und Familie hinter dir lassen und für mehrere Jahre reisen wollen?

Beeindruckt von Andys Lebensgeschichte und auch etwas nachdenklich erreichte ich die Anlegestelle auf der Rückseite von Tuktuk.

Nach ein paar Orientierungsschritten war auch die Unterkunft schnell gefunden. Viel Gepäck war nicht zu verstauen und der Hunger war groß, also musste schnell ein Lokal für das Abendessen gefunden werden.

Ein bunter Abend mit den Einheimischen

Mittlerweile war es stockfinster, aber so ist das eben am Äquator. Punkt 6 Uhr geht die Sonne auf und Punkt 18 Uhr geht sie unter. Die Unterkunft war auf der Seite von Tuktuk, wo weniger Touristen landen und dementsprechend auch weniger Gastronomie zu finden war. Das hieß also laufen.

Aus einem kleinen Lokal am Straßenrand drang ausgelassene Musik und es roch gut, also ließen wir uns dort nieder. Schnell wurde klar, dass wir hier die einzigen Touristen waren. Ein paar Dorfbewohner hatten sich zu einem musikalischen Treffen eingefunden und bestanden natürlich darauf, dass wir – so gut es ohne die Sprache möglich war – mitmachten. So schnell war ich mittendrin! Nach einiger Zeit fragte ich einen der Musiker, was der Text bedeutet. Er antwortete, dass es ein lustiges Lied sei, wo die verzweifelte Suche des Protagonisten nach einem Hunde-Eintopf beschrieben wird. Ich wusste nicht recht, was ich davon halten sollte…

Auf der Kraterinsel Samosir und in der Region generell stehen auch Hunde auf dem Speiseplan. Da auf der Insel größtenteils Christen leben ist das möglich. Unter Moslems gelten die Hunde als „unreine Tiere“, deshalb werden sie auch nicht verzehrt.

Ein Sturm und Magic Mushrooms

Am nächsten Tag war erst mal entspannen angesagt. Zuvor musste der Rucksack aber nochmal geschultert werden, denn wir hatten uns entschieden, die Unterkunft nochmal zu wechseln. Für den Blick vom Balkon direkt auf den Toba-See hatte sich der Wechsel schon gelohnt!

Inzwischen waren in der Ferne dunkle Wolken zu sehen, die sich immer mehr in Richtung der Vulkaninsel Samosir bewegten. Mit leichten Tröpfchen ging der Niederschlag los und mündete in einem wahren Monsunregen. Eigentlich war die Regenzeit schon vorbei, aber die Wucht des Regens war trotzdem enorm!

Aussicht auf den Toba-See von der Kraterinsel Samosir
Aussicht auf den Toba-See bei Regen von Samosir

So schnell der Regen gekommen war, so schnell war er auch wieder gegangen. Nach Baden sah es trotzdem den Tag über nicht mehr aus.

Für den nächsten Tag war eine Rollertour um die Kraterinsel Samosir geplant. Ich war schon lange nicht mehr auf einem Roller gesessen, daher war das die perfekte Gelegenheit zur Vorbereitung auf die morgige Tour. Der Roller war sehr einfach bei der Unterkunft auszuleihen (für 75.000 Rupiah pro Tag).

Wir fuhren die Gegend um Tuktuk ab und hielten nach einer Gaststätte Ausschau. Bei der Suche fielen mir am Straßenrand immer wieder die Schilder mit den Attraktionen auf Samosir auf. Neben Jet-Ski und Motorboot fahren wurden dort auch „Magic-Mushrooms“ beworben. Bei den strengen Drogengesetzen in Indonesien verwunderte mich dieses offene Angebot sehr!

Bildertafel mit Angeboten für Attraktionen Fahrrad Motorrad Jet Ski Motorboot Magic Mushrooms
Speisekarte mit Magic Mushroom Omelett auf Samosir

Von einem Guesthouse-Besitzer brachte ich in Erfahrung, dass die Inselbewohner auf Samosir in Bezug auf Drogen ein wenig ihr eigenes Ding machen und sich von der allgemeinen Gesetzgebung nicht unbedingt einschränken lassen. Aber auch von massiven Problemen einiger Jugendlicher berichtete er, die dem Rausch verfallen waren. Auch wenn mir von einigen Reisenden die Pilze empfohlen wurden – ich traute mich nicht.

Würdest du dir ein Omelett mit „Magic Mushrooms“ bestellen, wie es hier vielfach angeboten wird?

Wiedersehen mit Harry und Leni

Die Suche nach einem schönen Lokal für das Abendessen führte uns auf die andere Seite von Tuktuk, wo ein hell beleuchtetes Guesthouse direkt einen guten Eindruck machte. Kaum wollten wir uns setzen, da riefen uns Harry und Leni, die wir in Berastagi kennengelernt hatten, zu sich.

Die beiden hatten sich zufällig genau in dieser Unterkunft einquartiert. Nach ein paar netten Worten wurden wir noch anderen Reisenden vorgestellt. In der Runde befand sich auch Thomas, ein Reisender, der für die Geschichte unserer Jacken später noch eine Rolle spielen wird. Diesmal tauschten wir mit allen die Nummern aus, falls wir uns wieder über den Weg laufen sollten. 

Vernetze dich mit anderen Reisenden, denn du wirst ihnen öfter wieder begegnen, als du denkst! Vielleicht könnt ihr euch auch auf dem Weg unterstützen?

Den Abend rundete die Vorstellung einer lokalen Band ab. Die Veranstaltung war aber sichtlich für Touristen gedacht. Traditionelles Gewand und routiniertes Auftreten zeugten davon. Vom Abend zuvor hatte ich ja den Vergleich zu einer Darbietung, die nur aus Spaß stattfindet. Dem gegenüber stand nun die routinierte, einstudierte Vorstellung der Band. Versteh mich nicht falsch! Es war noch immer eine schöne Aufführung – aber eben touristisch.

Wir nahmen Abschied von Harry, Leni, Thomas und den anderen Reisenden und machten uns auf den Heimweg. Am nächsten Tag sollte die Umrundung der gesamten Kraterinsel Samosir mit dem Roller recht früh starten.

Die Umrundung von Samosir ist mit dem Roller an einem Tag zu schaffen, aber du solltest wirklich den ganzen Tag einplanen! Auf dieser Tour kannst du so einiges erleben! Von gebratenen Hunden bis zu wundervollen Sonnenuntergängen kannst du mit den unterschiedlichsten Eindrücken konfrontiert werden. Meine Erfahrungen der Tour teile ich gerne mit dir im nächsten Blogeintrag!

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